Ganztagsgrundschule mit Sprachheilklassen

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  Ein neues Konzept wird zur Zeit erarbeitet.
   

 

 

Konzept „Soziales Lernen“ an der GS Hoheellern

Stand März 2016

 

 

  1. Begriff:

 

Unter „Sozialem Lernen“ verstehen wir den Erwerb „sozialer Kompetenz“, der Fähigkeit, sich als einzelner Schüler (Individuum) in eine Klasse (Gruppe mehrerer Personen) einzuordnen und zu Recht zu finden. Bereits im Leitbild der GS Hoheellern wird auf die zentrale Rolle der Bedeutung der Förderung von sozialer Kompetenz verwiesen.

Soziales Lernen bedarf der Kooperation aller in einer Schule Beteiligten mit ihren verschiedenen Professionen sowie der Koordination der daraus entstehenden  Aufgaben. Müssen Spezialisten von außerhalb hinzugezogen werden, so sind auch diese zu integrieren.

Das vorhandene Personal bedient sich meist zeitlich begrenzter Hilfesysteme, um Lernstörungen, Missverständnisse, wechselseitige Unkenntnis von Ethnien und Kulturen, auffälliges Verhalten, Mobbing, Verdacht auf Verwahrlosung oder Misshandlung, etc. zu bearbeiten.
Durch die Arbeit mit den Kindern, Eltern und Lehrkräften werden Hilfen, Beistand und Informationen über Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote oder therapeutische Maßnahmen gegeben.
Ziel ist es, das Schulklima positiv zu beeinflussen.

2. Beteiligte
2.1.Die Kinder
     Wie schon in anderen Konzepten erwähnt, kommen die Schüler der GS Hoheellern aus ca. 20 Nationen. Über 20% der Kinder sind ausländischer Herkunft.
     Mehr als 25% der letzten Einschulungsjahrgänge zeigten bei den Einschulungsuntersuchungen Verhaltensauffälligkeiten. Über 25% der Kinder kommen aus unvollständigen Familien.
Familiäre Belastungen erfordern besondere Maßnahmen.
Im Rahmen von Inklusion befinden sich an der GS Hoheellern Kinder mit Förderbedarf SH (Sprachförderung), L(Lernen), ES(emotional/soziale Entwicklung) und GE(geistige Entwicklung).
Die Lernvoraussetzungen der einzelnen Schüler sind sehr unterschiedlich.
    
2.2. Die Erwachsenen
Unmittelbar sind alle Lehrkräfte, Pädagogischen Mitarbeiter und I-Helfer zunächst für das „Soziale Lernen“ zuständig.
Zur Entlastung und Unterstützung stehen der GS Hoheellern in besonderen Situationen zusätzlich nachstehende Fachkräftezur Verfügung.
1 Förderschullehrerin von der Pestalozzi-Schule (Mobiler Dienst), abgeordnet und als  Meseo-Mitarbeiterin (vgl. „Präventionskonzepte“), ist nach Absprache an der Hoheellernschule tätig.
Ihre Aufgaben im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Zeit (2 Wochenstunden) sind die Beratung der Eltern, Lehrkräfte und  I-Helfer.
Das Hinzuziehen der Förderschullehrkraft erfolgt auf Anfrage.  Die Kinder müssen per Meldebogen genannt werden und es wird vorausgesetzt, dass die KlassenlehrerInnen bereits mit pädagogischen Maßnahmen aktiv waren.
1 Sozialpädagogin als weitere Mitarbeiterin im Meseo-Projekt, durch die ein interdisziplinäres  Zusammenarbeiten im Team „Soziales Lernen“  möglich ist. Auch sie ist 1 Tag/Woche  anwesend.
Zu ihren Aufgaben gehören die Zusammenarbeit mit den Institutionen (z.B. Jugendamt), Ergotherapeuten, Logopäden, etc., die Austauschpflege mit Familienhelfern, der „Eule“ und Kinderschutzeinrichtungen.
Auch Hausbesuche sowie präventives Arbeiten mit einzelnen Kindern gehören zu ihrem Programm.
2  Förderschullehrerinnen mit dem Schwerpunkt Lernen, die im Rahmen von Integration und Inklusion mit insgesamt 24 Stundenan der Hohenellernschule arbeiten.  Beide sind von der Pestalozzi-Schule abgeordnet.
Ihre Aufgaben sind die Förderung  von Kindern mit dem Schwerpunkt Lernen (2 Wochenstunden) und die Präventivarbeit in den 1./2. Klassen (4 Wochenstunden). Bei entsprechendem Förderbedarf  werden beide auch in den Klassen 3 und 4 eingesetzt. Ferner sind sie für die Erstellung von Gutachten L zuständig.
1 Sozialarbeiterin,  die mit 30 Wochenstunden als Stadtteil-sozialarbeiterin bei der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Leer angesiedelt ist. Mit 20 Stunden davon ist sie für die Schule sowohl im Schulgebäude als auch im Ledatreff  im Einsatz. Zu ihren zahlreichen Aufgaben gehören Schülermediation (Schüler/Eltern/Lehrer), Akutversorgung, Soziales Training, Einzelfallarbeit mit Kindern/Eltern, Begleitung von Übernachtungsaktionen etc..
         1 Pädagogische Fachkraft für Inklusion SE (Erzieherin), die mit 20 Stunden fest der Hohenellernschule zugeordnet ist.
Eine ihrer Aufgaben ist  die Koordination des „Team Soziales Lernen“.
Neben der regelmäßigen inklusiven Begleitung einzelner Kinder und Klassen kümmert sie sich auch um Akutfälle. Ferner begleitet sie die Streitschlichterausbildung.

Gegenseitige fachliche und emotionale Unterstützung wird durch den regelmäßigen Austausch und die monatlich stattfindenden Teamsitzungen durch Fallbesprechungen mit allen Kollegen sichergestellt.    
Alle Beteiligten bilden sich stets fort, um eine gute Qualität der Arbeit zu gewährleisten bzw. weiterzuentwickeln.

  1. Räumlichkeiten

Grundsätzlich findet „Soziales Lernen“  tagtäglich während des gesamten Schultages im Miteinander und in den einzelnen Klassenzimmern statt.
Für den besonderen Bedarf stehen 3 zusätzliche Räume zur Verfügung. Einer davon ist ein Förderraum für „Lernen“ und „Sozial Emotionale Entwicklung“ mit den nötigen Arbeitsplätzen und Materialien. Weitere Räumlichkeiten für intensive Kleingruppenarbeit wären günstig. Zurzeit werden hierfür die kleinen Räume in der ehemaligen Hausmeisterwohnung mit genutzt.

 

  1. Besondere Maßnahmen/Konzepte

Unter 2.2. wurden bereits spezielle Angebote der zusätzlichen Fachkräfte aufgeführt.
In allen Klassen wird nach dem „Leitfaden zum Umgang mit Unterrichtsstörungen“ gearbeitet, und somit einheitlich mit einer „Konsequenzenpyramide“ auf besondere Situationen reagiert.
Im „Förderband AAA“ werden in einem Zeitraum von 9 Wochen jeweils von 10.20 – 10.30 Uhr genau aufgeschlüsselte Verhaltensweisen, die den gesamten Schulalltag betreffen, trainiert und als Bestandteil des Schulprogramms erprobt.
Beide Maßnahmen sind ein Bestandteil der gesamten Schulkonzeption und dort nachzulesen.

Ferner  sind in dieser alle anderen, das  soziale Konzept bedienenden Konzepte integriert.
Insbesondere wären dies die Konzepte  für den Schulabsentismus, die Sicherheit- und Gewaltprävention, das Schülerkonfliktmanagement, das Soziale Training, Meseo und   die Psychomotorik.
Da die GS Hoheellern eine Ganztagsschule ist, findet soziales Lernen besonders auch am Nachmittag statt. So darf auch das Ganztags- und das Betreuungskonzept nicht außer Acht gelassen werden.